Kunstfotografie über Zeit, Raum und Wahrnehmung.
Seit über zwei Jahrzehnten arbeite ich an fotografischen Serien, die sich mit Zeit, Raum und Wahrnehmung befassen. Die Kamera dient mir dabei nicht nur als Werkzeug, sondern als Instrument zur Untersuchung von Übergängen – zwischen Licht und Schatten, Bewegung und Stillstand, Dokumentation und Interpretation.
THE INFRARED JOURNEY – SOMEWHERE IN BETWEEN
Was wäre, wenn das Sichtbare nur ein Schleier wäre – und darunter eine zweite Wirklichkeit pulsiert?
In THE INFRARED JOURNEY – SOMEWHERE IN BETWEEN suche ich nach jener verborgenen Dimension, die jenseits des Gewöhnlichen liegt. Mithilfe der Infrarotfotografie öffne ich Fenster in eine Zwischenwelt – eine Zone des Dazwischen, die weder ganz diesseits noch ganz jenseits verortet ist. Pflanzen leuchten weiß wie Erinnerungen an Schnee, Himmel erscheinen dunkel wie Träume vor dem Erwachen. Diese Umkehr der Farblogik ist kein technischer Effekt – sie ist ein bewusstes Mittel, um unsere gewohnte Wahrnehmung zu hinterfragen und das Staunen wieder zu erlauben.
Die Serie entstand auf Reisen an Orte, die sich durch eine besondere Energie auszeichnen – Wälder, Berge, stille Wasser, verlassene Pfade. Doch der eigentliche Raum dieser Reise ist kein geografischer. Es ist ein innerer Weg. Eine Pilgerreise zu jenem Punkt, an dem Zeit stillzustehen scheint und das Auge auf das trifft, was sonst verborgen bleibt.
Jedes Bild dieser Serie ist ein Fragment aus dem Zwischenraum – irgendwo zwischen Licht und Schatten, Erinnerung und Vision, Natur und transzendenter Geste. Ich glaube, dass gerade dort, im Ungefähren, im Nicht-mehr-und-noch-nicht, ein Ort des Übergangs liegt: sensibel, verletzlich, kraftvoll.
Diese Bilder sind nicht bloß Dokumentationen. Sie sind Zustände. Bewusstseinszustände. Eine Einladung, langsamer zu sehen, tiefer zu fühlen – und das Unsichtbare zu würdigen, das uns umgibt.
In einer Zeit, in der Aufmerksamkeit fragmentiert, gelenkt und beschleunigt wird, entstehen Bilder, die sich dem Tempo entziehen.
Fotografie geschieht nicht als Reaktion, sondern als Zustand. Innehalten. Verweilen. Beobachten.
„Every time I look at the ocean, I feel a sense of time dissolving.“
— Hiroshi Sugimoto
Manche Orte werden still, wenn man sie betrachtet: Nebel im Wald, das Flussufer bei Nacht, ein geometrischer Raum aus Licht. Andere wirken beiläufig – ehemalige Kulissen, Durchgangsräume, Gelände ohne erkennbare Bedeutung.
Was sichtbar ist, ist nicht immer das, was wirkt. Zwischen Raum, Licht und Struktur liegt ein Zwischenraum, in dem Wahrnehmung beginnt.
Ein Bild bleibt nicht beim Sehen stehen. Es lädt ein, sich dem, was übersehen wird, zuzuwenden.
Die Werke von André Wagner sind Teil renommierter Kunstsammlungen und Museen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Ungarn – in öffentlichen Institutionen ebenso wie in privaten Sammlungen mit internationalem Anspruch.
Kunstmuseum Moritzburg | Halle/Saale
Potsdam Museum | Potsdam
Biennale di Venezia | Palazzo Bembo, Venedig
Vattenfall AG Kunstsammlung | Berlin
Deutsche Lufthansa AG | Köln
Rothschild Bank Kunstsammlung | Zürich
Kunstsammlung Deutsche Schule | Budapest
ALLE KUNSTWERKE
Limitierte Fotokunst – handsigniert, zertifiziert, international gesammelt.
Der Künstler denkt – Gedanken, Texte, Perspektiven
Nicht jedes Bild lässt sich erklären.
Aber manche Gedanken verdienen Raum.In meinem Journal teile ich Texte über Fotografie, Zeit, Orte und das,
was zwischen den Momenten liegt. Persönlich, reflektiert, offen.
KUNST AM BAU
Mobimo AG x André Wagner
André Wagner – „Zauberwald“, Zürich
Mobimo AG, Kunst am Bau
Das Werk „Zauberwald“ entstand im Rahmen einer weiteren Zusammenarbeit mit der Mobimo AG. Die großformatige Fotografie, aufgenommen mit Infrarotfilm, wurde in den skulpturalen Treppenaufgang eines Wohnquartiers in Zürich integriert.
Die Arbeit thematisiert die Durchlässigkeit von Naturbild und Architektur. Der Eingangsbereich wird dadurch zu einem Bildraum, in dem Licht, Struktur und Materialität in Beziehung treten. Der Ort verändert sich – nicht durch Inszenierung, sondern durch Verschiebung der Perspektive.
AUFTRAGSKUNST
Der Viewing Room zeigt realisierte Fotoprojekte im architektonischen Kontext – darunter Arbeiten für Praxen, Kliniken, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
Fotografien entstehen dabei standortspezifisch: in enger Abstimmung mit Raum, Funktion und Atmosphäre.
Motiv, Format und Material werden projektbezogen entwickelt – mit dem Ziel, Bildräume zu schaffen, die Wahrnehmung bündeln und neue Blickachsen eröffnen.
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